Ausflug zur Zeche „Nachtigall“ in Witten

Am Sonntag den 21.07.2019 machten sich Mitglieder der Kolpingfamilie auf zur Zeche Nachtigall in Witten an der Ruhr.

Es handelt sich umeine Museumsanlage des LWL.

An einem Parkplatz sollten wir in einer Feldbahn zum etwas abgelegenem Standort der Zechenanlage gebracht werden.

Nachdem wir gemerkt hatten,dass die Bahn heute nicht fährt, machten wir uns zu Fuß auf den Weg zur Zeche.

Nachdem wir unseren Eintritt bezahlt, und das Gelände groß inspiziert hatten, mußten alle eine kleine Stärkung im kleinen Cafe einnehmen, um die Zeit bis zum Termin der Bergwerksführung um 12:30 Uhr zu überbrücken.

Abfahrbereit zum Ausflug zur Zeche Nachtigall

Vor der Führung wurden alle Mitfahrer mit einem gelben Sicherheitshelm und Kittel ausgestattet.

Unser Bergführer, Herr Austermann, berichtete zuerst etwas Wichtiges über die Geschichte des Bergwerks Nachtigall.  Er erzählte, dass schon vor 300 Jahren hier in Witten in diesem Berg Kohle von Hand abgebaut wurde.

Die Kohle trat hier an die Erdoberfläche und konnte mit Handwerkszeug so zuerst geschürft werden.

Herr Austermann  berichtete weiter, dass die Kohleflötze sehr schmal waren und unter einem Winkel von ca.20°schräg in den Boden verlaufen würden.

Bis etwa um 1800 wurde in bis zu 1000 Kleinzechen mit zwei bis zehn  Bergmännern Kohle gewonnen.

Die Bergmänner waren in der Regel Männer aus der landwirtschaftlichen Umgebung. Die Zeche „Nachtigall gehörte zu den größeren Zechen in denen mehr Bergleute hauptberuflich eingesetzt waren.

In den Jahren von 1700 bis Ende 1800 waren 2 Eigentümer als Besitzer der Zeche nacheinander tätig.

Danach wurde die Kohlegewinnung an diesem Standort eingestellt.

Etwa 80 Jahre später wurde das Grundstück von einem Ziegelsteinhersteller erworben der das Gelände zur Aufbereitung  der Erden und zum Bau von 2 Ringöfen umbaute. Die alte Schachtanlage und die Umschlaggeräte wurden abgebaut und nur noch der waagerechte Stollen im Berg genutzt. Gleichzeitig wurde bis zur anderen Bergseite durchgesprengt, um auf dieser Seite einen Zugang  zum Steinbruch zu bekommen, dessen Gestein zur Ziegelherstellung gebraucht wurde.

Die Ziegelherstellung  wurde 1976 eingestellt.

Dann wurde 20 Jahre später die Ziegelei und  der Bergwerksstollen wieder entdeckt und vom LWL unter Denkmalschutz erworben und wieder in den heutigen Zustand aufbereitet.

Der Ausflug war ein sehr interessanter und Informationsreicher Tag für alle die sich mit unserer Heimat beschäftigen.

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